SCHREIBMASCHINERIE

"Schreibmaschinerie" ist von der historischen Nutzung des heutigen Institutsgebäude Karl-Schweighofer-Gasse der Akademie der Bildenden Künste Wien als Kriegsarchiv des ersten Weltkriegs inspiriert. Caro Estrada verwendet in ihrer ganz speziellen Animationstechnik vielfältige typografischen Konstellationen, die mit einer Schreibmaschine zu erzeugen sind, und zaubert dabei wundersame Geschöpfe aufs Papier, die sich jedoch als kriegerisches Volk entpuppen: Aus einfachen Satzzeichen und Buchstaben formen sich Soldaten und formieren sich ganze Armeen.



Lobende Erwähnung der Jury (Franziska Bruckner, Gerald Weber, Robert Buschwenter) / One Day Animation Festival 2011, Wien:

“Mittels originell kombinierter, typografischer Elemente einer mechanischen Schreibmaschine zeigt Caro Estrada in SCHREIBMASCHINERIE die “bürokratischen” Ebenen der Kriegsführung auf. Die Jury vergibt diese lobende Erwähnung für das Arrangement einfachster analoger Techniken zu einem ironischen Animationsmassaker.”





Der Film reflektiert die machtvollen Maschinerien, die auch heute noch im Hintergrund aller politischen Konflikte weltweit ablaufen und Millionen von Menschen zum Spielball der Machtinteressen der Politik werden lassen. Im 20. Jahrhundert fielen weltweit 100 - 185 Millionen Menschen bewaffneten Konflikten und deren Folgen zum Opfer.



Sowohl Schreibtischtäterschaft als auch stetes technologisches Hochrüsten werden durch die Wahl der Animationstechnik thematisiert.

Mit ihrer so schlichten wie ausgeklügelten Animationstechnik vermag Caro Estrada die Perfiditäten der maschinellen Tötungsindustrie auf irritierend einfache Weise auf den Punkt zu bringen.


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